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Technischer Einsatz

Aktualisiert: 25. Jan.

Verkehrsunfall mit LKW-Tankwagen


Am Freitagvormittag, dem 23.01.2026, wurden wir zu einem technischen Einsatz (T3) alarmiert. Ein LKW-Tankwagen war aus bislang ungeklärter Ursache abgestürzt, wobei zunächst von einer eingeklemmten Person sowie einem möglichen Gefahrgutaustritt auszugehen war.


Erstmaßnahmen und Personenrettung


Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand die Rettung der verunfallten Person sowie die Absicherung der Einsatzstelle im Vordergrund. Der Lenker war ansprechbar, jedoch sichtlich schockiert und verletzt. Er wurde von uns mittels Glasschneider aus der Fahrerkabine befreit und wurde nach der Erstversorgung der Rettung mit dem Notarzthubschrauber Robin 1 ins Krankenhaus abtransportiert.


Im Zuge der Erkundung wurde festgestellt, dass der Tankwagen mit Flüssiggas (UN-Nummer 1965, LPG – hochentzündliches Gasgemisch) beladen war.


Gefahrgut und Sicherheitsmaßnahmen


Aufgrund des Alarmstichwortes t3 wurden bei der Alarmierung zusätzliche Einsatzkräfte nachalarmiert, darunter die Feuerwehr St. Gallenkirch (Stützpunkt für technische Einsätze / hydraulisches Rettungsgerät) sowie die Feuerwehr Bludenz zur Durchführung von Gasmessungen.


Die Messungen ergaben keinen Gasaustritt, dennoch wurden aus Sicherheitsgründen umfassende Schutzmaßnahmen gesetzt, da der LKW genau auf die Ventile zum Ablass des Gases gefallen ist und somit nicht erkennbar war, was genau beschädigt wurde und ob eine Explosionsgefahr besteht.


Maßnahmen zum Schutz:


  • großräumige Absperrung des Einsatzgebietes

  • Evakuierung mehrerer Wohnhäuser im näheren Umkreis

  • Einrichtung einer Straßensperre

  • Bereitstellung von Brandschutz durch mehrere Tanklöschfahrzeuge

  • Die evakuierten Personen wurden vorübergehend im Feuerwehrhaus betreut


Bergung und Umladung


Nach dem Eintreffen des Polizei-ADR-Trupps, eines Gastechnikers, des Gaslieferanten sowie eines Kranwagens der Firma Konzett, konnten die Bergungsarbeiten vorbereitet werden. Der Tankwagen wurde gesichert aufgerichtet, freigemessen und es wurde versucht das Gas abzupumpen.


Da das Abpumpen des Gases vor Ort nur eingeschränkt möglich war, wurde der Tankwagen schließlich zur Straße gezogen und von der Firma Seeberger abtransportiert und zur weiteren fachgerechten Behandlung überstellt. Die zuständigen Behörden und Stellen waren durchgehend eingebunden.


Einsatzende


Nach Abschluss aller Maßnahmen, der Aufhebung der Evakuierung und dem sicheren Abtransport des Fahrzeugs konnte der Einsatz am Abend beendet werden. Insgesamt erstreckte sich der Einsatz über knapp 11 Stunden.


Eingesetzte Kräfte


  • Feuerwehr Gaschurn

  • Feuerwehr St. Gallenkirch

  • Feuerwehr Schruns (bei der Anfahrt wieder abbestellt)

  • Feuerwehr Bludenz

  • Feuerwehr Partenen

  • Rettungsdienst & Notarzthubschrauber

  • Polizei inkl. ADR-Spezialkräfte

  • Fachfirmen (Konzett, Seeberger)



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