Ortsfeuerwehr Gaschurn

 

Kdt. Philip Bergauer

Unter Trantrauas 70

6793 Gaschurn

Österreich

 

 

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Selbstschutz Hochwassergefahr

Der Faktor Zeit ist bei der Gefahr einer Flutwelle von wesentlicher Bedeutung.
Warnungen der Experten sollten ernst genommen werden.
Hier finden Sie Selbstschutz-Maßnahmen für die gefährdete Bevölkerung:

 
Zum eigenen Schutz ist es wichtig, sich Wissen anzueignen über:
 
  • Die Lage im Flutwellenbereich

  • Die Alarmsignale (Sondersignale sind lokal möglich) – prüfen, ob die Hörbarkeit gegeben ist (Änderung der Hörbarkeit durch Jahreszeit, Tageszeit, Wettereinflüsse usw. beachten)

  • Sie tatsächliche Vorlaufzeiten auf der Gemeinde oder Bezirksverwaltungsbehörde erfragen

  • Die Fluchtwege (gehen Sie diese zu Fuß ab) Erarbeiten Sie ein persönliches Sicherheitssystem und sprechen Sie mit allen Familienmitgliedern über die sich daraus ergebenden Maßnahmen. Zum Beispiel:

  • Ersatzroute für Heimfahrten einplanen und mit Familie besprechen

  • Wo sind die Sammelräume? (Wo treffen wir uns?)

  • Was gehört zum Notgepäck?

 
Wenn alarmiert wird und noch etwas Zeit bleibt:
 
  • Das Notgepäck griffbereit halten

  • Das Objekt gegen Schlammeintritt (im Randbereich) sichern

  • Die Hauptschalter (Gas, Wasser, Strom) schließen

  • Gefährliche Stoffe aus dem Überflutungsgebiet entfernen

 
Wodurch entstehen Hochwässer bzw. Wasserschäden?
 
  • Unmittelbar aus Niederschlagsereignissen. Starke, anhaltende Regenfälle,

  • Tauwetter mit Regen

  • Verklausungen

  • Eisstoß, meist in Kombination mit Niederschlags- oder Schneeschmelzhochwässern

  • Grundwasserhochstände

  • Übertritte aus Nachbarflüssen

  • Bruch von Staudämmen

  • Übergehen von Dämmen durch Bergrutsch in das Staubecken

  • Übergehen von Teichen

 
Faktoren, die einen Einfluss auf die Größe des Hochwasserschadens bzw. auf Wasserschäden haben:
 
  • Intensität des Niederschlages bzw. des Schneeschmelzprozesses

  • Dauer des Niederschlages, damit zusammenhängend die Niederschlagssumme,

  • Zeitliche Verteilung des Niederschlages (anfangs-, endbetont)

  • Räumliche Verteilung des Niederschlages

  • Aktuelle Infiltrationseigenschaften der Böden im Einzugsgebiet (Vorbefeuchtung, Verdichtungsgrad, Eisbedeckung, geschlossene Pflanzendecke etc.)

  • Grundwasserhochstand bis Geländeoberkante

  • Bewirtschaftung von Rückhalteräumen (z. B. Rückhaltebecken, Stauseen) oder plötzliche Veränderung des vorgegebenen Rückhalteraumes, z. B. Dammbrüche

  • Verbau oder Besiedelung von Retentionsräumen (natürliche Überflutungsräume)

  • Unsachgemäße Bebauung landwirtschaftlicher Nutzflächen

  • mangelnde Pflege der Flussläufe (Flussgrund zu hoch, Baum-, Pflanzenbestand zu dicht, nicht behobene Uferschäden)

  • Lagerplatz direkt am Ufer (Baumaterialien, Bau- und Nutzholz, Siloballen usw.)

  • Zu klein dimensionierte Abwasseranlagen

  • Verstopfte Abwasserleitungen

  • Mangelnde Funktion von Wehranlagen - technisch oder personell bedingt

  • Unterschätzung der Gefahrensituation und des zeitlichen Ablaufes

  • Mangelnde Eigenverantwortung und -initiative

  • Mangel an Geld und Arbeitskräften

  • Mangelnde Bereithaltung geeigneter Hilfsmittel

 

Aufgrund der Vielfalt der möglichen Ursachen muss jeder in seinem Umfeld prüfen, inwieweit ihn persönlich eine Bedrohung durch Hochwasser oder Überflutung treffen kann.

 

Vorsorgetipps und planerische Maßnahmen
 
Dafür ist das Beobachten der Umgebung notwendig:
 
  • Sind Flüsse, Bäche oder Teiche in der Nähe?

  • Hat es in der Wohngemeinde schon einmal Hochwasser gegeben?

  • Gibt es Hänge in der Nähe? Auch wenn dort kein Gewässer fließt, kann plötzlicher starker Niederschlag ein Abrutschen der Hänge durch Wassermassen, Schlamm und Geröll auslösen.

  • Überprüfen des Grundwasserspiegels vor Errichtung eines Objektes (Anfragen im Gemeindeamt).

  • Wie sieht es mit der Kanalisation aus? Kann der Kanal übergehen?

  • Drohen Bäume unterspült zu werden und umzustürzen?

  • Gibt es ausgetrocknete Flussläufe, Bachbette etc.?

  • Können bauliche Maßnahmen die Hochwassergefahr verändern (z. B. Flussregulierung, Kanalbau, Kahlschläge, Forststraßen)?

 

Durch Hochwasser werden oft erhebliche Sachschäden verursacht. Viele Menschen versuchen durch Selbstschutzmaßnahmen den Schaden zu verhindern oder zumindest zu verringern.

 
Durch falsche Selbstschutzmaßnahmen können zusätzliche Schäden entstehen.
 

 

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